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1. Interview mit Herrn Oberhofer
2. Kundenbefragung

 
nterview mit Herrn Oberhofer

Hier stellen wir einige Fragen an Herrn Oberhofer, dem Marktmanager
von MiniMAL-Moosburg.

Folgende Themen werden behandelt:
Kaufanreize, Quengelware, Standorte, Sonderangebote, Werbung, Beschwerden, Internet, Diebstahl, Rabattmarken, Meinungsforschung, der gläserne Kunde




Mit welchen Kaufanreizen versuchen Sie den Absatz zu fördern ?

Wir versuchen dies durch Truhen mit Fertigprodukten, dadurch verbessert sich der Absatz enorm. Besonders in der Backstation arbeiten wir mit Düften, die im Unterbewusstsein Hunger hervorrufen. Außerdem arbeiten wir mit Licht, das im Kassenbereich dunkler und in der Obst- und Tiefkühlabteilung heller ist und diese Waren interessanter und frischer wirken lässt.

Werden die speziellen Kaufanreize von den Herstellerfirmen entwickelt/
vorgeschrieben ?

Ja, das kommt unter anderem von den Firmen. Das wird aber vorher ausgemacht.

Welcher Kaufanreiz ist sehr wirkungsvoll ?

Die wirkungvollsten Kaufanreize sind der Geruch und die Optik.

Haben Sie Erkenntnisse, dass diese Kaufanreize zu erhöhtem Umsatz führen ?

Ja, wir wecken damit die Neugier und bekommen damit einen höheren Umsatz.

Glauben Sie, dass die Kunden die Kaufanreize bewusst wahrnehmen ?

Sie sollten es auf jeden Fall, und wir nehmen es auch an.

Wie viele verschiedene Produkte bieten Sie an ?

Das ist saisonbedingt. Im Standard sind es 15000 - 16000 Produkte,
aber an Festen wie z. B. Weihnachten sind es 2000 - 3000 Produkte mehr.

"Quengelware" an der Kasse ! Wie hoch ist der Umsatz im Vergleich zum
normalen Standort ?

Eigentlich nicht. An der Kasse wird nur in der Mittagszeit z.B. von Schülern und Arbeitern die Quengelware gekauft. Man wird aber eher von der Menge der Ware angezogen.

Nach welchen Gesichtspunkten wählen Sie die untermalende Musik für die Käufer aus ?

Es stehen vier Kanäle zur Auswahl, die extra Werbung ausstrahlen. Mit der Musik soll die Stimmung gehoben werden, aber trotzdem kommen Beschwerden vor.

Werden die Oliven, eingelegter Schafskäse etc. bei der Wurstabteilung vom
Kunden angenommen ?

Ja, sie werden gut angenommen, da der Kunde vorher probieren kann und keine Angst haben muss, nach dem Preis oder der Sorte zu fragen.

Wie oft lassen Sie umräumen bzw. den Standort der Waren Ändern (welche Waren ?) ?

Wir haben da unser eigenes Schema, wo etwas stehen muss, trotzdem fliessen enorme Gelder von den Firmen, die ihr Produkt an bestimmten Plätzen haben wollen. ( nicht im Discountbereich )

Welche Sonderangebotstische/ Sonderangebotsaktionen haben Sie?

Seit letzen Februar haben wir keine Sonderangebote mehr im Foodbereich, da der Kunde
durch die ständigen Preisschwankungen verwirrt wird. Die Sonderangebote im Frischebereich
werden aber beibehalten.

Welche Werbemaßnahmen setzen Sie ein ?

Wir verteilen Handzettel und setzen Werbung in die Zeitung.

Warum gibt es nicht mehr Verköstigungsangebote bzw. Verkaufsstände mit Probiermöglichkeiten ?

Ab und zu schon noch, aber eher an Freitagen und Samstagen, da an diesen Tagen mehr Kunden im Geschäft sind. Dies wird vom Hersteller der Produkte und Minimal angeboten.

Veranstalten Sie Aktionswochen / Preisausschreiben / Gewinnspiele ?

Dies kommt weniger vom Haus, sondern von den Firmen. In den Werbungen befinden sich ab und an Spiele für Kinder mit Preisen von mehreren Firmen gesponsert.

Wie oft funktioniert der Flaschenautomat nicht einwandfrei ?

Er funktioniert eigentlich immer. Und rentiert sich auch, auch wenn die Anschaffung (ca.40.000.- DM) sehr kostenaufwändig ist.

Worüber beschweren sich die Kunden am meisten ?

Die meisten Kunden beschweren sich über das Sortiment.
Wir bekommen aber ziemlich wenige Beschwerden (unter 1%).

Was ist Sinn und Zweck der Videowand (n-tv ??)

Es dient zur Ablenkung beim Warten an der Kasse und ist zudem eine gute Einnahmequelle, wegen der regelmäßig gezeigten Werbung. N-tv ist neutral und kann somit keine Beschwerden hervorrufen.

Warum gibt es keine Informationen über Minimal-Moosburg im Internet ?

Es gibt keine Informationen, da sich noch keiner bereit erklärt hat, dies zu tun. Ganz allgemein: www.minimal.de. Beschwerden, speziell zum Minimal Moosburg, werden weitergeleitet.

Wie hoch ist die Diebstahlquote ?

Die aufgedeckte Diebstahlquote ist hoch, wobei ange"fressene" Tüten in den Regalen dazuzählen. Der größte Anteil der Diebe befindet sich bei den Schülern.

Wie versuchen Sie, diese zu senken ?

Durch 36 Videokameras. Mitarbeiter werden extra geschult, um unprofessionelle Alltagsdiebe zu schnappen. Außerdem werden Detektive eingesetzt, die schon bis zu 15 Diebe täglich gefasst haben.

Haben sich die Rabattmarken beim Kunden bewährt?

Fast alle Firmen haben dies versucht. Nach der Einführung, die super war, kam ein großer Absturz.

Werden Infos über den Kunden gesammelt - Umfragen, Meinungsforschung ?

Forschungsinstitute haben Kundenumfragen gestartet. Dadurch haben wir einen Einblick bekommen, wie weit unser Einzugsgebiet reicht und konnten somit auch feststellen, wo wir noch Werbung verteilen müssen.

Der gläserne Kunde - Planen sie eine Kundenkarte ?

Eine Kundenkarte ist geplant, aber ein genauer Zeitpunkt der Erscheinung ist noch nicht in Sicht.

Wird eine Bon-Analyse durchgeführt ?

Im Moment führen wir keine Bon-Analyse durch, aber wir werten die Warengruppen aus, wann etwas gekauft wird. Dies hängt aber besonders vom Wetter ab.

Sehr geehrter Her Oberhofer, wir bedanken uns für dieses Gespräch.

Anna Mintrop
Birgit Weichenrieder

 
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