das
Briefporto in der Zeit von 1920 bis 1923
siehe
unten
(aus einem Schülerbeitrag am KRvF-Gymnasium Moosburg)
Die einfachste Begriffserklärung lautet: Inflation ist in Prozess ständiger Preissteigerungen
Inflation kommt vom lateinischen Wort: inflare = aufblähen
Mit Inflation bezeichnet man demnach eine Lage, in der die gesamte kaufkräftige Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft größer ist als das gesamte güterwirtschaftliche Angebot.
Geldscheine und Geldmünzen haben keinen Gebrauchswert und heute meist auch keinen Materialwert. Der Wert des Geldes liegt vielmehr darin, dass man sich dafür Güter und Dienstleistungen kaufen kann! Der Wert des Geldes liegt also in seiner Kaufkraft. Die Höhe der Kaufkraft des Geldes kann man an den Preisen erkennen.
Sind sie hoch, so bekommt man nur wenig für das Geld: seine Kaufkraft oder sein Wert ist dann gering.
Der Wert des Geldes wird entscheidend bestimmt durch das Verhältnis zwischen Menge der verkauften Güter und Menge des umlaufenden Geldes. Kommt bei gleichbleibender Gütermenge mehr Geld in Umlauf, so entfällt mehr Geld auf eine Gütereinheit, d.h. die Preise steigen, der Wert des Geldes sinkt: Inflation.
Wenn das Vertrauen der Menschen in das Geld schwindet, kann es auch zu Inflation kommen. Dann hat sich zwar mengenmäßig nichts geändert, aber es wird mehr Geld als vorher zum Tausch gegen Ware angeboten: „Flucht in die Sachwerte“.
Nach der Geschwindigkeit einer Inflation unterscheidet man:
Beispiel: die Inflation
von 1923
Lohn eines Facharbeiters
24 ooo ooo ooo ooo Reichsmark
Preis für eine Semmel
4 5oo ooo ooo ReichsmarK
Preis für 25o g Butter
428 ooo ooo ooo Reichsmark
Preis für eine Zeitung
2oo ooo ooo ooo Reichsmark
Auf dem Höhepunkt der Geldentwertung arbeiteten 30 Papierfabriken sowie 135 Druckereien mit mehr als 1700 Notenpressen Tag und Nacht allein für den Banknotendruck.
Neue Milliardenscheine, die nur nocheinseitig bedruckt wurden, leimte man, da sie schon bei ihrer Ausgabe wertlos waren, im Bündel an der einen Seite zusammen und benutzte sie als willkommen Notizblöcke, die es sonst kaum zu kaufen gab.
„Und ich erinnere mich an meine erste Amerikafahrt Anfang 1924: Wie in den Straßen von Manhattan ein umherziehender Scherenschleifer die Güte seiner Arbeit vorführte, indem er mit den geschärften Scheren deutsche Milliardenscheine zerschnippelte.
Schließlich hatte der US-Dollar im November 1923 den Gegenwert von 4,2 Billionen Papiermark erreicht.
Das geldwirtschaftliche Ende der Inflationszeit war die Eröffnung der Rentenbank am 15.11.1923, während für die Philatelie als zeitlicher Schluss der 31.12.1923 anzusehen ist.
Nach diesem Rückblick
auf die Zeitgeschichte der damaligen Zeit ein kleine Darstellung
der Entwicklung
des Briefportos in der Zeit von 1920 bis 1923
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man hatte anscheinend nicht genügend Briefumschläge, da dieser Brief zweimal verwendet wurde (Rückseite) - ferner musste man allein 50 Marken zu je 200 Mio. Mark verkleben um ausreichend frankieren zu können. |
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40.000.000.000 Mark = 40 Mrd. Mark Porto bezahlen. |